Meier Tobler – 2021 wieder Ausschüttung von Dividenden in Aussicht – Ferguson noch mit 29.2% des Aktienkapitals grosser potentieller Verkäufer

Zwei interessante Punkte:

  1. Die Wiederaufnahme der Dividendenausschüttung ab dem Geschäftsjahr 2020 bzw. an der Generalversammlung 2021 wird weiterhin angestrebt.+
  2. Verschiebung im Aktionariat Nach dem Bilanzstichtag – per 25. Januar 2019 – erwarb Verwaltungsratspräsident Silvan G.-R. Meier 1.2 Mio. Aktien von Ferguson. Dies entspricht zehn Prozent des Aktienkapitals von Meier Tobler. Neu hält Silvan G.-R. Meier 43.6 Prozent der Aktien (direkt oder via Meier Capital). Die Beteiligung von Ferguson entspricht neu 29.2 Prozent. Der Free Float bleibt unverändert bei 27.2 Prozent. Gleichzeitig wurde der Aktionärsbindungsvertrag zwischen Ferguson und Silvan G.-R. Meier bzw. Meier Capital vollständig aufgelöst. ++

Fundamental:

Der erste Punkt wäre positiv, sofern das “angestrebt” effektiv Realität wird. Die ausgewiesenen und projezierten Zahlen sprechen eigentlich eine positive Sprache, und dafür, dass die Fusion der Walter Meier AG mit der Tobler AG am Anfang gleich aggressiv (durch Dividendenstreichung 2019) wertberichtigt wurde und danach die Zahlen wieder Schwarz ausfallen und Dividenden ausgeschüttet werden können. Fazit: Ungewissheit zu Dividendenzukunft, Management vorsichtig optimistisch

Marktpsychologie und Aktionariat, Angebot und Nachfrage

Der zweite Punkt ist insofern negativ, als sich Ferguson von 10% des Aktienkapitals (AKs) zu CHF 15.- trennte und den Aktionsnärsbindungsvertrag auflöste. Ferguson hält jedoch immernoch 29.2% des AKs und damit ist das Potential der Aktie auf Monate, wenn nicht Jahre zu einem gewissen Grade gedeckelt.

Überlegung: Warum wäre Ferguson jetzt glücklich für CHF 15.- pro Aktie zu verkaufen, wenn absehbar wäre, beispielsweise Anfang 2020, bei Wiedererreichen der schwarzen Zahlen*, zu substantiell mehr verkaufen zu können?

Wenn Meier Capital die Kaufkraft hätte, hätte sie Ferguson gleich den ganzen Block idealerweise abgenommen. Oder sich auch dafür ausgesprochen einen Block-Verkauf an institutionelle Investoren zu versuchen.

Fazit: So wie es aktuell steht, sprechen aus kurzfristiger Sicht wenig Gründe für einen Kauf der Aktien. Meier Capital ist positiv eingestellt, aber Ferguson (ein erfahrener Player im Markt) entweder negativ – oder der Ansicht, dass dieses Asset Meier Tobler Group sich unterdurchschnittlich entwickeln wird.

Hinweise:

* “Der Abschluss der Integrationsarbeiten sollte spätestens im zweiten Halbjahr 2019 zu einer markant verbesserten Rentabilität führen, so dass ein gesteigertes operatives Resultat und ein positiver Reingewinn erreicht werden können.” +

Quellen:

+ Medienmitteilung vom 21.02.2019, sowie

++ im Geschäfsbericht 2018

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