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Kampf um die Promille und Prozente – Langfristig Rendite ausschöpfen

Langfristig richtig Geld spart man indem man etwas richtig aufgleist, das stimmt in fast allen Lebensbereichen. Ob bei der Ausbildung, der Anschaffung von Investionsgütern wie Auto, Küche, usw..

Ein Beispiel hat heute Martin Spieler gut erklärt:

“Dabei schenken gerade bei der langfristig ausgerichteten Säule 3a Gebührenunterschiede ein. Wenn man 100’000 Franken in Vorsorgefonds hält, macht es über 20 Jahre hinweg viel aus, ob man 0,5 Prozent mehr oder weniger Gebühren abliefern muss. Wenn man über die Zeitspanne von 20 Jahren eine Rendite von 2 Prozent nach Gebühren erreicht, hat man rund 149’000 Franken auf dem Konto. Wer indes nach Gebühren nur 1,5 Prozent erzielt, erhält 14’000 Franken weniger.”*

Das o.g. Beispiel ist genau der Grund warum ich bei meinen Kunden, ob institutionellem Grossanleger oder privatem Kleinanleger nicht müde werde auf die korrekte Mischung von guten Depotkonditionen, guten Anlagen (Direktanlagen) und Diversifikation (mind. 10 Anlagepositionen) zu achten.

Wie ein Kommentator richtig bemerkt:

“Der Schweizer wendet lieber Zeit für die Evaluation einer Aktion für Spaghetti oder Ghackets auf als sich um die dicken Kostenblöcke wie KK-Prämie, Hypothekarzinsen etc. zu kümmern.”

Es ist einfacher sich wöchentlich die richtigen Aktionen aus Prospekten oder in der Filiale Gedanken zu machen, als bei einem Verkaufsgespräch eines geschulten Banken- oder Versicherungsberaters gut aufzupassen und nach Alternativen zu fragen, die Konditionen zu vergleichen. Es ist sehr verständlich, dass im Finanzjargon, mit der Asymetrie der Informationen, viele Anleger düpiert werden, übervorteilt und damit viel Geld auf dem Tisch liegen lassen, welches in ihrem Vorsorgetopf hätte landen können.

Überlegen Sie deshalb, wieviel Depotgebühren verschlingt die Bank, wieviele Gebühren sind in den Produkten versteckt, also in den Fonds, die Ihnen verkauft wurden. Lassen Sie sich unverbindlich von einem Vermögensverwalter die Alternativen und Einsparmöglichkeiten aufzeigen, die langfristig den Erfolg Ihres Kapitals auf erfolgreiche Beine stellen.

Schreiben Sie mir: contact@zuberbuehler-associates.ch

*Quelle: https://blog.bazonline.ch/geldblog/index.php/69847/riesige-unterschiede-bei-der-altersvorsorge/

Abmahnungen i.Z. mit urheberrechtlich geschützten Bildern; unautorisierte Nutzung eines Bild nach URG Art. 2 Abs. 2 lit. g

Da ich auch Finanzanalytiker bin, finde ich manchmal gewisse nicht mit der Vermögensverwaltung direkt verwandte Themen spannend. Heute im Zusammenhang mit dem Urheberrecht.

Aktuell gibt es eine bekannte Zürcher Anwaltskanzlei mit Domizil an der Scheuchzerstrasse 64, die auf Vorrat Abmahnungen wegen “unautorisierte Nutzung eines Bildes” versendet. Sie vertritt die Interessen der Keystone AG und anderen grossen Bildagenturen wie Getty Images.

Die Anwaltskanzlei behauptet, dass angeblich urheberrechtswidrig Bilder genutzt werden und beruft sich auf Art. 2 Abs. 2 lit. g des Schweizerischen Urheberrechtsgesetzes (URG).

Wie mir ein Anwalt mitteilte: Längst nicht alle Bilder der Agenturen sind nach Schweizer Recht geschützt und überhaupt schützbar. Deshalb muss man jeden Fall separat anschauen, um beurteilen zu können, ob die Forderung der Agenturen berechtigt sind. Eine Konsultation eines Urheberrechtsspezialisten kostet aber Geld. Das wissen auch die Abmahner. Sie rechnen damit, dass die Adressaten lieber die Forderung zahlen als sich von einem Anwalt beraten zu lassen.

Das URG, welches an sich da wäre um Photographen zu schützen wird in der Praxis nun offenbar nur von grossen Agenturen genutzt um Bagatellfällen nachzugehen und Einschüchterung zu betreiben, auch wenn die Frage, ob das Werk wirklich urheberrechtlich geschützt ist mehr als fraglich ist (siehe auch PDF von Merz Law zum Thema generell). Dabei Nutzt die Anwaltskanzlei offenbar Programme, die das Internet nach Bildern absuchen. Diese Möglichkeit ist den meisten Photographen verwehrt, aufgrund der Kosten.

Falls Sie auch schon eine solche Abmahnung erhalten haben, schreiben Sie mir bitte an contact@zuberbuehler-associates.ch. Evtl. lässt sich die Praxis der Keystone AG durch vereintes Handeln auf ein gerechtfertigtes, vernünftiges Mass zurückbinden.

Gerne stelle ich den Interessierten auch das Abmahnschreiben per PDF zur Verfügung.

Siehe auch den Blog-Eintrag von Steiger Legal zum Thema Abmahnungen von Keystone AG.

Eine interessante Abhandlung und Information zum Thema Urheberrecht, dem nach URG geschützten Werk finden Sie bei Merz Law. Zum Beispiel folgende Passage:

Neben der schöpferischen Komponente ist für den Schutz durch das Urheberrecht von Bedeutung, ob diese Schöpfung individuellen Charakter aufweist. Entscheidend ist einzig, dass das Werk an sich individuell ist, dass mit anderen Worten mehrere Urheber in der gleichen Mitteilungsform nicht Gleiches schaffen würden.

Gerade das indiviudell sein, ist sicher oft nicht gegeben und damit problemlos anfechtbar.